Die nachhaltige Garnelenfarm aus Bayern

Spitzentechnologie „Made in Germany“

 
 

Das Funktionsprinzip unserer Farm

the future of food. made in germany

RAS-Anlagen, auch als Kreislaufanlagen bekannt, verfügen über eine integrierte Wasseraufbereitungseinheit, die kontinuierlich das Ablaufwasser aus den Zuchtbecken mechanisch und biologisch reinigt. Anschließend wird das Wasser mit Sauerstoff angereichert und wieder den Zuchtbecken zugeführt. 

Durch die wiederholte Nutzung des Wassers verringert sich der Wasserbedarf auf den Ausgleich von Wasserverlusten beim Ausschleusen des Schlammwassers aus den mechanischen Reinigungsstufen und Verlusten durch Handling und Verdunstung. 

So kann der tägliche Wasserverbrauch der gesamten Anlage auf unter 4% des Gesamtvolumens der Anlage verringert werden. Gegenüber offenen Systemen wie Durchflussanlagen, Teichen und Käfiganlagen bieten RAS Anlagen wesentliche Vorteile:

  • Geringerer Ressourcenverbrauch (Fläche, Wasser, Energie) 
  • Abgeschlossenheit gegenüber der Umwelt und ihren potenziell negativen Einflüssen auf die Produktivität
  • Möglichkeit der Steuerung aller Parameter zur Optimierung der Wachstumsbedingungen
  • Saisonunabhängige kontinuierliche Produktion
  • Möglichkeiten der Zertifizierung nach „Traceability“ und „Biosecurity“ Standards
  • Marktnahe Produktion durch breiteres Standortspektrum
 
 

3D-Grafik der Becken & Softwaregestütztes Kontrollsystem mit der Möglichkeit, die aktuellen Daten am Mobiltelefon abzurufen.

 

Die Komponenten unserer Farm

Zuchtbecken

In unserer Farm befinden mehrere rechteckige Langstrom-Becken, sogenannte „Raceways“. Mit verschiebbaren Trennwänden sind die Raceways in Produktionsabteile eingeteilt und werden über Zu- und Abläufe konstant mit Frischwasser versorgt.

 

Mechanische Reinigung

Das "Ablaufwasser" aus den Garnelenbecken wird mechanisch von Futterresten, Kotpartikeln und anderen Feststoffen gereinigt. Dazu fließt es durch ein Trommelsieb.

Biologische Reinigung - Nitrifikation

Neben den Feststoffen ist das Wasser mit Ammonium belastet, das die Garnelen als Stoffwechselendprodukt ausscheiden. Ammonium wird mit ansteigender Konzentration für die Garnelen selbst giftig und muss daher in weniger gefährliche Stickstoffverbindungen wie Nitrat umgewandelt werden. Diese Umwandlung führen spezielle nitrifizierende Bakterien aus, die ein wichtiger Teil der biologischen Aufbereitungsstufe sind.

Biologische Reinigung - Denitrifikation

Bei der mikrobiellen Nitrifikation reichert sich als Endprodukt Nitrat an. Um den Wasserverbrauch zu minimieren wird in einer zweiten mikrobiellen Stickstoffumwandlung - der Denitrifikation - das Nitrat unter anaeroben Bedingungen von heterotrophen Bakterien in gasförmigen Stickstoff umgewandelt.

Feinstoffentfernung und Keimreduktion

Im Nebenstrom zu den Biofiltern sind Eiweissabschäumer installiert, die die feineren Partikel, die das Trommelsieb passieren können, abscheiden.

Belüftung / Sauerstoffeintrag

Die Becken sind zur Durchmischung des Beckenwassers mit einer automatischen Sauerstoffanreicherung ausgestattet.

Zirkulationspumpen

Die Wasseraufbereitung reinigt das Wasser bei jedem Umlauf. Da es sich um Seewassergarnelen handelt, wird das Wasser mit einer speziellen Mineralienmischung aufgesalzen.

Steuerung / Überwachung

Alle Prozesse werden über eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) kontrolliert. Sensoren für Sauerstoff, Temperatur, pH, Leitfähigkeit und Redox-Potential überwachen die wichtigsten Wasserparameter und liefern die Daten für die Steuerung von Pufferzugabe, Kühlung, Heizung und anderen Komponenten. Zur Überwachung der Betriebssicherheit werden Wasserstände, Drücke und elektrische Antriebe überwacht und alle Störungen über ein Alarmierungssystem an unser Team weitergeleitet. 

 

Wie funktioniert unsere Farm?

  • Spitzentechnologie „Made in Germany“ Innovative und nachhaltige Aquakulturtechnik mit in Deutschland erarbeitetem Know-how
  • Absicherung einer konstanten ganzjährigen Produktion durch die Trennung der Produktion in voneinander unabhängig operierenden Modulen mit eigenen Kreisläufen
  • Extrem geringer Wasserverbrauch durch innovative und umweltfreundliche Reinigungsprozesse
  • Rein mechanische und biologische Reinigungsprozesse unter komplettem Verzicht auf chemische Reinigung
  • Optimale Kontrolle aller Zuchtprozesse über speicherprogrammierbare Steuerung (SPS)
 

Wieso kein Wildfang und was ist Aquakultur?

 
 

Der weltweit rasant steigende Hunger nach Fisch führt zu einer Plünderung der Weltmeere. Dabei galt der Reichtum der Weltmeere lange Zeit als unerschöpflich – eine Illusion, denn Fisch ist nicht in unbegrenzten Mengen vorhanden. Die weltweite Überfischung gilt heute als eine der größten Bedrohungen für die Gesundheit der Meere und das Überleben seiner Bewohner. Fast überall werden heute mehr Fische gefangen als natürlich nachwachsen können. Die globale Produktion an Fisch und Meeresfrüchten (Wildfang und Aquakultur) ist in den Jahren von 2006 bis 2015 um 24 Prozent gestiegen. Weltweit gelten 30 Prozent der kommerziell genutzten Fischbestände als überfischt und 57 Prozent als maximal genutzt (Stand: Juli 2012). Die technisch hoch gerüsteten und auf schnellen Profit bedachten großen Fangflotten leeren die Meere. In den europäischen Gewässern bestimmt die Europäische Union (EU) im Rahmen ihrer Gemeinsamen Fischereipolitik (GFG), wie viel Fisch in einem Jahr aus ihren Gewässern entnommen werden darf. Die politisch festgesetzten Fangquoten überschritten die wissenschaftlichen Empfehlungen in den letzten zehn Jahren um durchschnittlich 41 Prozent (Quelle: WWF Deutschland).

Hinzu kommt, dass die Weltmeere heute starken Belastungen ausgesetzt sind, was unmittelbare Auswirkungen auf die Meeresbewohner hat.

Die bestandsbedrohende Befischung mit zerstörerischem Gerät wie Grundschleppnetzen, unkontrollierte Forschung, die Öl- und Gasgewinnung und der weltweite Schiffsverkehr vernichten komplexe Ökosysteme, deren Gesundheit für den Erhalt ertragreicher Fischbestände sorgt. Eine weitere Bedrohung aller Fische und Krustentiere ist die Verschmutzung der Meere mit Plastikmüll, der Schätzungen zufolge bereits 60 bis 80 Prozent des in den Meeren befindlichen Mülls ausmacht. Die Belastung der Meeresumwelt durch Plastikmüll ist mittlerweile ein bekanntes globales Problem und die Aufnahme von Mikroplastik durch Meeresorganismen ist weit verbreitet. Eine Feldstudie zum Kaisergranat (Nephrops norvegicus) vor der Küste Schottlands ergab, dass 83 Prozent der 120 untersuchten Tiere Plastikfasern in ihrem Verdauungstrakt hatten. Bei Garnelen (Crangon crangon) aus der südlichen Nordsee und dem Englischen Kanal wurde die Aufnahme von Mikroplastik ebenfalls nachgewiesen. 63 Prozent der 165 untersuchten Tiere enthielten Plastikfasern, in einigen Fällen aber auch Plastikgranulat oder Folienreste (Quelle: WWF Deutschland).

Aquakultur ist die kontrollierte Aufzucht von Fischen, Muscheln, Krebsen, Garnelen, Algen und anderen im Wasser lebenden Organismen. Aquakultur findet sowohl im Süßwasser als auch im Salzwasser statt. Sie gewinnt wegender akuten Überfischung der Weltmeere zunehmend an Bedeutung. Daher hat sie sich in den letzten Jahrzehnten zu einer Alternative entwickelt, den weltweit steigenden Fischbedarf zu decken. Jeder zweite auf der Welt verzehrte Fisch stammt inzwischen aus künstlicher Zucht.

Diese Entwicklung führt bei marinen Aquakulturen, die überwiegend in Küstengebieten betrieben werden, zu weitreichenden Problemen. Ein unbegrenzter Ausbau der Produktionskapazitäten birgt ein hohes ökologisches Risiko und führt vielerorts zu Interessenkonflikten mit der regionalen Fischerei. 

Die landbasierende Produktion von Fischen und Krustentieren findet dagegen in geschlossenen Kreislaufsystemen statt. In diesen wird das Wasser ständig aufbereitet, so dass ganzjährig optimale Lebensbedingungen für Fische oder Krustentiere gewährleistet sind. Durch die Nähe vom Produktionsstandort zum Verbraucher gelangen die damit erzeugten Produkte in einer bisher unerreichten Frische zum Konsumenten. Die von der Umwelt entkoppelten Systeme sind optimal auf die Bedürfnisse der Fische oder Krustentiere eingestellt. Die ganzjährig konstanten Bedingungen erlauben eine standardisierte Produktqualität und eine lückenlose Versorgung der Märkte. 

  • Der steigende Hunger nach Fisch führt zu einer Plünderung der Weltmeere
  • Die globale Produktion an Fisch und Meeresfrüchten ist von 2006 bis 2015 um 24% gestiegen
  • Weltweit gelten 30% der kommerziell genutzten Fischbestände als überfischt
  • Die Fangquoten der letzten zehn Jahre überschritten die wissenschaftlichen Empfehlungen um durchschnittlich 41%
  • Bestandsbedrohende Befischung, die Öl- und Gasgewinnung und der weltweite Schiffsverkehr vernichten komplexe Ökosysteme
  • Eine zusätzliche Bedrohung stellt die Verschmutzung der Meere mit Plastikmüll dar
  • Aquakultur ist die kontrollierte Aufzucht von im Wasser lebenden Organismen - jeder zweite verzehrte Fisch stammt aus künstlicher Zucht
  • Landbasierende Aquakultur findet in innovativen geschlossenen Kreislaufsystemen statt
  • Optimale Lebensbedingungen in von der Umwelt entkoppelten Kreislauf-Aquakultursystemen erlauben höchste Produktqualitäten

 

Die weltweite industrielle Aquakultur

Kritikwürdige Zuchtbedingungen. Ökologische Verwüstung. Antibiotika.

Gezüchtete Garnelen haben zunehmend den Weg auf die Teller der reichen Länder der Welt gefunden. Garnelen werden hauptsächlich in Küstengebieten asiatischer und lateinamerikanischer Länder wie Thailand, Vietnam, Indonesien, Indien, den Philippinen, Ecuador, Bangladesch und Mexiko produziert. Die Garnelen-Industrie hat in vielen dieser Länder ökologische Verwüstungen angerichtet. Expansionspläne in andere Regionen, insbesondere nach China, Indien und in afrikanische Länder, werden zu einer globalen Ausweitung der Problematik führen. Der weltweit zu verzeichnende Trend, gezüchtete Tiere einzuführen, hat sich in den vergangenen 15 Jahren deutlich verstärkt. Statistiken belegen, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen wird.

Ein wesentlicher potentieller Schaden der Garnelen-Aquakultur für die Umwelt ist die Zerstörung der Mangrovenwälder, die einen biologisch wichtigen Übergang zwischen dem ländlichen und marinen Ökosystem darstellen. Sie schützen Küstenlinien vor Erosion, küstennahe Regenwälder im Flachland vor tropischen Stürmen und sind wichtig für den lokalen Artenreichtum. Einen weiteren potentiellen Schaden stellt die Einführung exotischer Krabbenformen dar, die den Verlust der genetischen Vielfalt bzw. die Schwächung des genetischen Grundstocks der natürlichen Arten befürchten lassen und zur Verbreitung von Krankheitserregern und Parasiten beitragen können. Außerdem werden junge Garnelen, die zur Aufstockung des Bestandes in den Zuchtbecken gebraucht werden, mit feinmaschigen Netzen gefangen. Dabei kommt es zu einem Beifang, der auf bis zu 100 Fische pro Zuchtgarnele geschätzt wird. Er liegt damit höher als bei der Garnelenfischerei per Schleppnetz, die bisher für die höchste Beifangrate bekannt war. 

Manche Autoren gehen davon aus, dass bis heute weltweit rund die Hälfte der tropischen Mangrovenwälder unwiederbringlich zerstört wurden. Allein in Thailand wurden in den Jahren 1979 bis 1986 rund 13% der Mangrovengebiete für Garnelenteiche gerodet, dies entspricht einer Fläche von 38.000 ha. Durch Rodung der Mangroven werden einzigartige Korallenriffe verschlammt und die Brut von ca. 85% der tropischen Fischarten zerstört. Konsequenz davon sind die seit Jahren schrumpfenden Bestände küstennaher Meeresfische. Für die ansässigen Fischer hat dies zu einem Rückgang der Fänge und vielfach zum Verlust ihrer wirtschaftlichen Existenz geführt.

Reisfarmer in Südostasien haben sich gegen die Ausdehnung von Garnelenfarmen ins Inland gewehrt, weil die Produktionsmethoden der industriellen Garnelen-Zucht zu einer Versalzung der Felder führen. Frisches Grundwasser ist in küstennahen Gebieten nur eingeschränkt verfügbar. Da mehr Wasser aus dem Boden gepumpt wird als zurückfließt, versalzen Trinkwasser und Bewässerungsbrunnen. In Indien, Taiwan, Thailand, Ecuador und auf den Philippinen ist dies als Folge der Garnelenindustrie bereits der Fall.

Die importierten und als gefrostete Ware vermarkteten Garnelen kommen überwiegend aus großen Teichwirtschaften und werden unter kritikwürdigen Bedingungen aufgezogen. So treten in den Teichanlagen mit geringem Wasseraustausch, hohen Wassertemperaturen und dichtem Besatz häufig Krankheiten auf, die hohe Verluste verursachen. 

Antibiotika, Fungizide, Parasitizide, Algizide und Pestizide werden teilweise eingesetzt, um Krankheiten in Garnelen-Aquakulturen vorzubeugen. Die Behandlung von bakteriellen Infektionen in den Garnelenteichen durch Antibiotika, die dem Futter zugesetzt werden, lassen entsprechende Rückstände von Antibiotika in den vermarkteten Tieren befürchten. Zu befürchten sind dabei Resistenzen gegen Antibiotika für die Konsumenten. Häufig haben die Antibiotika außerdem keine Zulassung in der EU. Durch die Nichteinhaltung von Wartezeiten vor der Vermarktung finden sich Rückstände in den importierten Garnelen, die zu regelmäßigen Rückweisungen an den EU Grenzen führen. Andere Länder haben komplette Importverbote für bestimmte Produktionsländer erlassen. Trotzdem ist die Dunkelziffer hoch.

Problematisch kann weiterhin die unzureichende Einhaltung der Kühlkette vom Garnelen-Züchter bis zum Konsumenten sein. Die den Aquakulturen entnommenen Tiere werden teilweise bei tropischen Temperaturen auf offene LKW-Ladeflächen geschaufelt und nur behelfsmäßig mit Eis bedeckt. Es folgt ein oft stundenlanger Transport zu weiterverarbeitenden Frosterfabriken.

Im Video der "Welt" wird gezeigt, unter welchen Arbeitsbedingungen in Thailand Garnelen verarbeitet werden.

 
 
 

Deutschlands Hunger nach Garnelen

50.000 Tonnen Tiefkühl-Garnelen pro Jahr. Durchschnittsalter: 6,4 Monate.

Die weltweite Nachfrage nach Fisch und Meeresfrüchten steigt weiter an, da immer mehr Menschen die gesundheitlichen Vorteile zu schätzen wissen, die aus einem regelmäßigen Fischverzehr resultieren. Experten der Welternährungsorganisation (FAO) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) prognostizieren einen weiteren Anstieg der Gesamtproduktion an Fisch und Meeresfrüchten bis zum Jahr 2025 um 21 Prozent. Dabei wird langfristig der Anteil an Erzeugnissen aus Aquakultur gegenüber dem Anteil aus Wildfängen überwiegen. Schätzungen der FAO für das Jahr 2014 ergaben, dass erstmals der Pro-Kopf-Verbrauch der aus Aquakultur stammenden Erzeugnisse mit 10,3 kg höher ist als der aus Wildfängen mit 9,7 kg. Das Gesamtverzehr an Fisch und Fischereierzeugnissen in Deutschland betrug im Jahr 2015 rund 1,15 Millionen Tonnen (Fanggewicht), was einen Pro-Kopf-Verbrauch von 14,1kg ergibt. Die Nachfrage auf dem deutschen Markt nach Fisch und Fischereierzeugnissen wurde im Jahr 2015 zu 87% durch Importe aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern gedeckt (Quelle: Fisch-Informationszentrum e.V.)

Die EU-Importmenge von Krebstieren betrug im Jahr 2014 insgesamt ca. 622.000 Tonnen. Krebstiere trugen mit 62% zum Gesamtwachstum des Nettowerts der EU-Importe im Jahr 2014 bei. Ihre Importe stellten 21% des Gesamtwertes von 4,5 Milliarden EUR im Jahr 2014 dar, was einen Zuwachs von 19% gegenüber 2013 bedeutet. Gefrorene Warmwassergarnelen sind das wichtigste Produkt in der Gruppe der Krebstiere. Wirtschaftliche Bedeutung haben die White Tiger Garnele (Litopenaeus vannamei), die Black Tiger Garnele (Penaeus monodon), sowie die Rosenberg-Süßwassergarnele (Macrobrachium rosenbergii). Trotz der Seuche EMS (Early Mortality Syndrome) in den asiatischen Garnelen-Farmen im Jahr 2014 nahm die EU-Importmenge um 8% gegenüber 2013 zu und erreichte 281.000 Tonnen. Der Wert der Importe von tropischen Garnelen betrug 2014 2,13 Milliarden EUR, d.h. 26% mehr als 2013 und 35% mehr als 2012 (Quelle: EUMFA aufgrund einer Verarbeitung von EUROSTAT-Daten).

Der deutschlandweite Garnelen-Konsum von rund 50.000 Tonnen bei ca. 82 Mio. Einwohnern ergibt einen jährlichen pro-Kopf-Konsum von ca. 750 Gramm. Die Bundesrepublik Deutschland ist besonders stark auf Importe angewiesen, um seinen steigenden Bedarf an Fischen und Krustentieren zu decken. Aufgrund der langen Transportwege war es in Deutschland bisher nicht möglich, frische Garnelen zu erwerben. Die in Deutschland auf Eis angebotene Ware ist fast ausschließlich aufgetaute Tiefkühlware

  • Garnelen gehören aufgrund ihrer hohen Beliebtheit zu den begehrtesten und wirtschaftlich wichtigsten Meeresfrüchten
  • Die Aquakultur für Garnelen hat sich seit den 1970er Jahren rasant entwickelt mit einer heutigen Farmproduktion von ca. 3,2 Mio. Tonnen
  • Die kritikwürdigen Zuchtbedingungen der Importwaren führen aufgrund geringem Wasseraustausch, hohen Wassertemperaturen und dichtem Besatz zu Krankheiten, die häufig den Einsatz von Antibiotika erfordern
  • Das gigantische Wachstum der Garnelenindustrie hat immense Auswirkungen auf einzigartige tropische Küstenökosysteme wie Mangrovenwälder, die weltweit bis heute zu 50% unwiederbringlich zerstört wurden
  • Nahezu 100% der in Deutschland konsumierten ca. 50.000 Tonnen Garnelen sind importierte Tiefkühl-Produkte aus Teichwirtschaften in Asien und Lateinamerika mit einem durchschnittlichen Alter von ca. 6,4 Monaten
 

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